Branchenbuch_bremen.ai_AtlasElektronikWir sind ein Technologie getriebenes Unternehmen. Struktur und Organisation unseres Hauses orientieren sich an Markterfordernissen und der dazu passenden Forschung & Entwicklung. Gleichzeitig organisieren wir uns so, dass neue und bestehende Kundenbeziehungen immer im Mittelpunkt unseres Handelns stehen.
Wir verfügen über die Fähigkeit, unterschiedliche Anlagen in eine System-of-Systems Architektur zu integrieren. Damit beherrschen wir die gesamte Funktionskette vom Sensor bis zum Effektor. Auf diesem Weg bieten wir den Nutzern unserer Systeme präzise Entscheidungsgrundlagen. Wir arbeiten jeden Tag daran, unser Wissen zu erweitern, dieses Wissen zum Vorteil unserer Kunden einzusetzen und damit kontinuierlich besser zu werden.

Über 2.000 hochqualifizierte Mitarbeitende machen die ATLAS ELEKTRONIK jeden Tag besser. Mehr als 80 Prozent davon sind Ingenieure, Techniker und Facharbeiter, deren Expertise sich unter anderem in über 5000 Patente wiederfindet. Seit April 2017 gehören wir als Geschäftsbereich zur thyssenkrupp Marine Systems (tkMS).

 

Was ist euer Spezialgebiet?

Wir bieten unseren Kunden ein großes Spektrum an unbemannten maritimen Systemen, welche hochautomatisiert Missionen erfüllen müssen. Die Entwicklung der elektronischen Systeme liegt hierbei von der Sensorik über die Datenverarbeitung bis hin zu den intelligenten Algorithmen in unserer eigenen Hand. Die Anwendung der Systeme erstreckt sich über viele Bereiche im maritimen Umfeld:

o    Submarine Systems
o    Surface Combatant Systems
o    Mine Warfare Systems
o    Anti-Submarine Warfare Systems
o    Naval Weapons
o    Maritime Security Systems
o    Naval Communication
o    Airborne Systems
o    Services

Welche Projekte habt ihr bereits erfolgreich umgesetzt?

Wir haben ein großes Produktportfolio an unbemannten maritimen Fahrzeugen mit autonomen und teilautonomen Funktionen. Beispielhaft seien an dieser Stelle ein kürzlich abgeschlossenes Projekt und ein Produkt genannt: Das Modifiable Underwater Mothership (MUM) und SeaCat.

Mit welchen KI-Methoden arbeitet ihr?

Wir wenden die KI-Methoden Maschinelles Lernen und Deep Learning für Aufgaben aus den folgenden Bereichen an:
o    Classification
o    Predictions
o    Clustering
o    Optimization
o    Anomaly Detection (Outlier Detection)
o    Ranking
o    Recommendations /Advices
o    Data Generation
o    Reinforcement Learning

Wer ist eure Zielgruppe?

Ein globaler Kundenstamm von 38 Navies setzt auf unsere Systeme.

Wo seht ihr die größten Herausforderungen in den kommenden Jahren?

Eine Hürde wird die Akzeptanz der Menschen gegenüber der voll autonomen Systeme sein. Viele Menschen haben kein Vertrauen in ein Programm oder ein Fahrzeug, welches basierend auf KI eigene Entscheidungen trifft. Dieser Etablierungsprozess bis der Mensch versteht, dass die Technologie keinen „eigenen Willen“ entwickelt, wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Erst dann werden sich die Vorteile von KI und Autonomie für einen Großteil der Bevölkerung eröffnen.

Was sind die größten Potenziale von KI in eurer Branche?

o    Die Reduzierung von bemannten Schiffen führt dazu, dass weniger Menschenleben gefährdet werden. Speziell im Bereich der Minenjagd bringt dieser Ansatz einen evidenten Vorteil, da Missionen ohne das Eingreifen eines Menschen erfolgen können.

o    Die Ausbildungszeiten von bedienendem Personal wird durch die neue Technologie deutlich verkürzt. Auch die Unterstützung des Personals im Einsatz wird durch KI erfolgen können.

o    Irgendwann werden ganze autonome Wirkverbunde miteinander kommunizieren und sich abstimmen, wodurch viele Einzel- oder Teilaufgaben zeitgleich abgearbeitet werden können.

Eine Zukunftsvision: Welches Alltagsproblem wird es dank KI in zehn Jahren nicht mehr geben? Und welches wird weiterhin existieren?

In zehn Jahren werden wir bereits die ersten eingeführten Schiffe sehen, die Ihre Transportaufgaben unter bestimmten Umständen, selbstständig (autonom) lösen; bspw. die optimierte Nutzung von hochfrequentierten Kanälen oder Wasserstraßen oder auch der Transit über offene See. Eine vollkommen autonome Seefahrt ohne jegliches Eingreifen des Menschen wird es in zehn Jahren aber noch nicht geben – der Mensch wird bei einem Entscheidungskonflikt noch eingreifen müssen.

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